Lexikon

Edelmetalle

Die Edelmetalle Gold und Silber dienen seit Jahrtausenden als Zahlungs- und Wertaufbewahrungsmittel. Zum Ende des 20. Jahrhunderts hatten sie an Bedeutung verloren, doch mit Beginn des neuen Jahrtausends zeigt sich: Edle Metalle werden wiederentdeckt – nicht nur von Privatanlegern, sondern auch von Staaten, die einen Teil ihrer Währungsreserven in Gold umschichten.

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Effekten

Bezeichnung für die am Kapitalmarkt (Börse) handelbaren, vertretbaren Wertpapiere. Zu den Effekten gehören u.a. Aktien, Schuldverschreibungen, Pfandbriefe, sonstige Anleihen, Investmentanteile. Nicht zu den Effekten gehören z.B. Banknoten, Schecks und Wechsel.
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Effektive Stücke

Als effektive Stücke werden die physisch vorhandenen, also tatsächlich gedruckten Fondsanteile bezeichnet. Ein effektives Stück besteht aus Mantel und Bogen. Der Mantel ist die Fondsurkunde, die den Anteilsbesitz verbrieft. Der Bogen enthält nummerierte Ertragsscheine (Coupons), die zum Bezug der Ausschüttung berechtigen. Zusätzlich enthält der Bogen den jeweiligen Erneuerungsschein (Talon), mit dem aufgebrauchte Coupons erneuert werden müssen. Effektive Stücke haben heute kaum noch eine Bedeutung.
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Einkommensteuer

Die Einkommensteuerpflicht des Anlegers ist durch die Abgeltungsteuer bereits erfüllt. Es bedarf keiner Angabe in der Steuererklärung für das betreffende Jahr.

Es bestehen jedoch Ausnahmen, bei denen eine Veranlagung nötig ist. Ausnahmen sind z.B.:

• Kapitalerträge, die nicht dem Steuerabzug unterlegen haben
• kein Kirchensteuereinbehalt, obwohl der Anleger kirchensteuerpflichtig ist
• der Anleger einen Antrag auf Günstigerprüfung gestellt hat, damit das Finanzamt prüft, ob   ein niedrigerer Steuerabzug in Frage kommt
• einbehaltene inländische Kapitalertragsteuer, Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer, die im Zusammenhang mit anderen Einkunftsarten anzurechnen oder zu erstatten sind

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Einzelanlage/Einmalanlage

Die einmalige Einzahlung eines größeren Betrages für den Kauf von Fondsanteilen wird als Einzelanlage oder Einmalanlage bezeichnet. Die Herausforderung und zugleich die Hauptschwierigkeit bei der Einzelanlage liegt darin, einen günstigen Anlagezeitpunkt zu wählen, denn davon hängt der Anlageerfolg stärker ab als beim kontinuierlichen Fondssparen. Bei Aktienfonds ist ein günstiger Anlagezeitpunkt gegeben, wenn die Kurse niedrig sind. In Rentenfonds sollte man idealer Weise investieren, wenn die Zinsen am Kapitalmarkt hoch und die Kurse der verzinslichen Wertpapiere niedrig sind. Eine Einzelanlage kann man durch konsequentes Zukaufen bei niedrigeren Anteilspreisen verbilligen und so seinen Anlageerfolg steigern. Aber: Da der richtige Zeitpunkt schwer vorhersehbar ist, kommt es umso mehr auf die individuelle Vermögensstruktur an.
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Emittent

Ein Emittent ist ein Herausgeber von Wertpapieren. Bei Aktien handelt es sich dabei allein um Unternehmen, bei Anleihen kann es sich um Unternehmen, öffentliche Körperschaften, den Staat und andere Institutionen handeln.
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Entnahmeplan

Auch Auszahlplan genannt. Bei einem Entnahmeplan erhält der Anleger aus einem bestimmten Fondsvermögen regelmäßige Zahlungen. Der auszuzahlende Betrag wird durch Verkauf der entsprechenden Anzahl von Anteilen finanziert. Die Anleger lassen sich entweder die Erträge inklusive des eingezahlten Kapitals über einen festgesetzten Zeitraum auszahlen (Entnahmeplan mit Kapitalverzehr) oder sie entnehmen ausschließlich die Kapitalerträge auf unbegrenzte Zeit (Entnahmeplan mit Kapitalerhalt). Auszahlpläne sind besonders als zusätzliche Altersversorgung geeignet. Zuzahlungen und zusätzliche Auszahlungen sind jederzeit möglich.
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Ertrag

Fonds erwirtschaften Erträge. Diese sind abhängig von den im Fonds befindlichen Vermögensgegenständen. Zur Ausschüttung gelangen die im Laufe eines Geschäftsjahres dem Fonds zugeflossenen ordentlichen und außerordentlichen Erträge.

Ordentliche Erträge sind steuerpflichtige Zuflüsse aus Zins-, Dividenden- und Mieteinnahmen einschließlich der anrechenbaren Steuern.

Außerordentliche Erträge sind alle anderen Einnahmen, z.B. aus Veräußerungsgewinnen oder Gewinnen aus Termingeschäften.

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Euribor

Der Euro Interbank Offered Rate (Euribor) ist der Zinssatz, den europäische Banken voneinander beim Handel von Einlagen mit einer festgelegten Laufzeit von einer Woche sowie zwischen einem und zwölf Monaten verlangen.
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