Andreas Hausladen im HEDGEWORK Interview

Am 15. Oktober organisiert die HANSAINVEST eine virtuelle Fondsmesse mit Namen FONDSTIQUE. Ziel ist es, wie bei Präsenzmessen, Fondsboutiquen, Asset-Manager, Vermögensverwalter und institutionelle wie private Anleger zusammenbringen – „nur ohne Händeschütteln und Corona“, so Andreas Hausladen im Gespräch mit HEDGEWORK.

Als HEDGEWORK: Herr Hausladen, die FONDSTIQUE ist eine der ersten virtuellen Fondsmessen, die Sie als HANSAINVEST veranstalten. Damit streben Sie ein digitales Branchentreffen an – ein hoher Anspruch.

Andreas Hausladen: Den wir einlösen. Die FONDSTIQUE wird die erste digitale Messe rund um die Welt der Fondsboutiquen sein, also mit einem klaren Fokus auf das spannende Thema der unabhängigen Asset-Manager. Zum einen, weil wir dieses Format nicht erst wegen der Pandemie und der damit verbundenen Einschränkungen aufgesetzt haben, sondern bereits zuvor in der Planung waren. Die ursprüngliche Idee hatten wir schon vor einigen Jahren mit Stephan Müller von Value Partnership, aber nun ist die Zeit reif. Wie man Technik, Organisation und Termin konkret umsetzt, das war bereits seit mehr als einem Jahr ein Thema bei uns. Diesen Vorsprung wollen wir jetzt für ein tolles Event nutzen. Zum anderen bieten wir tatsächlich einen umfassenden Branchenquerschnitt mit wirklich herausstechenden und überzeugenden Konzepten: bekannte, unbekannte oder auch neu gestartete Fonds. Fast 50 Austeller und unabhängige Asset-Manager präsentieren sich mit unterschiedlichsten Konzepten, Lösungen – und den Menschen dahinter. Mit dieser neuen Plattform für Fondsboutiquen sehen wir uns wieder einmal in der für uns nicht ganz ungewohnten Pionier-Rolle.

HEDGEWORK: Welche Anbieter sprechen Sie mit der FONDSTIQUE an

Hausladen: Etwa drei Viertel der Aussteller sind Fondsboutiquen. Auch die wichtigen Service-Provider der Fondsboutiquen wie Haftungsdächer oder Verwahrstellen sind präsent. Wir wollen für die große Fondsboutiquen-Familie eine zentrale Plattform schaffen. Seit Jahren gewinnen die Fondsboutiquen als unabhängige Asset-Manager immer mehr Marktanteile, nicht nur bei institutionellen Anlegern, sondern auch verstärkt bei Privatanlegern. Die meist kleinen, inhabergeführten Investmenthäuser zeigen oft mehr Kreativität und Flexibilität in der Anlagestrategie als große Häuser, stehen für Branchen- und Einzelwerte-Investments statt Benchmark-Orientierung und bieten so ein erhöhtes Wachstumspotenzial für Anleger. Es sind regelmäßig extrem spannende und innovative Konzepte dabei, die die Investmentwelt deutlich bereichern. Dies verfolgen und unterstützen wir seit Jahren, die FONDSTIQUE ist da ein logischer nächster Schritt, um die gesamte Investmentbranche, Fondsboutiquen und ihre Konzepte sowie interessierte Anleger zusammenzubringen.

HEDGEWORK: Und welche Besucher erwarten Sie?

Hausladen: Die lang anhaltenden Pandemie-Einschränkungen haben allerorten für eine große digitale Aufrüstung gesorgt, auch bei den potenziellen Besuchern unserer FONDSTIQUE. Videokonferenzen und andere Formate sind Standard geworden, die Hemmschwellen längst überwunden und die Vorteile für alle evident. Wir gehen einen Schritt weiter, nutzen dabei aber die vorhandene oder neu aufgebaute Infrastruktur: Wir kombinieren den Live-Event-Charakter und verschiedene Chat-Möglichkeiten mit dauerhaft verfügbaren Informationen durch eine anschließende Archiv-Funktion. Die Aussteller geben schnelle Antworten auf drängende Fragen genau wie vertiefende Hintergrund-Informationen. Dazu kommen circa 50 Vorträge und Panels, die von führenden Köpfen der Branche gestaltet werden.

HEDGEWORK: Was bietet das Programm, was gibt es für die Besucher zu entdecken?

Hausladen: Tatsächlich gibt es viel zu entdecken! Wir zeigen keinen langweiligen Durchschnitt und keinen Mainstream. Man trifft sowohl die 5-Sterne Performance-Könige als auch die Top-Spezialisten in der Nische. Ob das z.B. mit dem Global Internet Leaders 30 der aktuell bestperformende Fonds Europas ist, der Aktienfonds für Beteiligungsunternehmen der in die besseren Warren Buffets der Welt investiert oder spezialisierte Fondsboutiquen wie Aremea, RAT Capital, Mainberg oder Barius, die zeigen, wie man auch Rendite mit Anleihen und Sondersituationen machen kann jenseits der aktuell im Fokus stehenden, nicht ganz unriskanten Tech-Highflyer.
Eine einmalige Gelegenheit nicht nur schon allseits bekannte Fonds sondern auch zahlreiche, noch völlig unentdeckte Perlen zu finden und kennenzulernen.
Durchgängig alle Fondskonzepte sind für das Investorenpublikum vorselektiert.  Man konnte sich keinen Platz auf der Messe „erkaufen“. Qualität ging vor, das ist sicher auch noch eine wichtige Besonderheit!
Alle Konzepte stellen dadurch durch die Bank weg attraktive Investments dar, so sollte jeder Besucher überzeugende und für ihn passende Fonds finden. Und nicht zuletzt profitiert man in allen Vorträgen von dem Wissen echter Profis und Querdenker, für neue Einblicke und kritische Sichtweisen stehen tatsächlich sämtliche Aussteller und Panelisten!

HEDGEWORK: Eine Messe lebt ja vom Austausch. Idealerweise gehen Besucher und Aussteller nachher mit neuen Ideen nach Hause. Wie wollen Sie das schaffen?

Hausladen: Wir gehen bei den Besuchern von einer interessanten Mischung aus Business und Endverbraucher aus. Bei einigen Institutionellen wissen wir um das große Interesse an einer solch gebündelten und zeitsparenden Zurschaustellung der Konzepte. Daher werden sie die FONDSTIQUE sicher besuchen. Aber auch von vielen Beratern, Pools und anderen Intermediären wissen wir, dass sie sich Ideen anschauen wollen. Wie viele Endverbraucher sich dann am Ende einklinken, werden wir sehen und lassen uns überraschen. Wir werden aber unseren Teil tun, die Messe auch im B2C-Bereich aktiv zu bewerben und zum Erfolg zu führen.

HEDGEWORK: Reicht das, um Interesse zu wecken? Wie ist die bisherige Resonanz?

Hausladen: Bis jetzt sind wir sehr positiv angetan von der Resonanz. In jedem Fall sind die Voraussetzungen gegeben, ein großes Publikum zu erreichen, allein schon durch die durchgängig hohe Qualität des Programms und aller Beteiligten. Design, Layout und Aufbau der virtuellen Hallen und Räume sind absolut neu und ansprechend gestaltet, die IT-Technik dahinter absolut State of the Art bei maximaler Unkompliziertheit für die Besucher. Das ließe sich im realen Leben kaum so umfassend, konzentriert und effizient umsetzen. Im Key-Note-Interview mit Kai Diekmann zur Digitalisierung, in den zusätzlichen Diskussionsrunden unter anderem mit Marc Friedrich und Leonhard Fischer zum aktuellen Big Picture in Zeiten des „großen Wumms“ oder in einem weiteren praxisbezogenen Panel zum digitalen Vertrieb der Greiff Partnerlounge stecken bestimmt genügend Brisanz und Ideen, um mit vielen neuen Gedanken virtuell nach Hause zu gehen.

HEDGEWORK: Ist zwischen Besuchern und Ausstellern auch ein echter Austausch geplant?

Hausladen: Ja, auch darum geht es. Die Aussteller präsentieren sich und ihre Ideen in Vorträgen, die zu einer festen Zeit starten und danach noch vier Wochen abrufbar sind. Am Veranstaltungstag sind die teilnehmenden Experten nicht nur vor und nach dem Vortragsslot an den Messeständen zu erreichen, sondern den ganzen Tag lang. Auch Avatare sind am Messestand direkt ansprechbar. Im Chat lassen sich Fragen stellen, die für alle lesbar beantwortet werden. Für gezielte Fragen einzelner Teilnehmer gibt es private Räume. Je nach Wunsch geht das alles auch per Videochat. Es ist also wie bei einem realen Kongress, nur ohne Händeschütteln und ohne Corona. Und wer möchte, kann als Aussteller sogar seinen persönlichen Avatar gestalten und an den Stand stellen. Es bleibt aber am Schluss – trotz der vielen Bits und Bytes – ein Event von Menschen für Menschen!

 

Weitere Informationen und Anmeldung zur FONDSTIQUE:
www.fondstique.de