Informationen zur Nachhaltigkeit

Einbeziehung von Nachhaltigkeitsrisiken in Investitionsentscheidungsprozesse

„Nachhaltigkeitsrisiken sind Ereignisse oder Bedingungen aus den Bereichen Umwelt, Soziales oder Unternehmensführung, deren Eintreten tatsächlich oder potenziell wesentliche negative Auswirkungen auf unser Unternehmen und/ oder auf den Wert oder die Rendite der von uns verwalteten Vermögensanlagen haben könnte. Nachhaltigkeitsrisiken können auch auf alle anderen Risikoarten einwirken und als ein Faktor zur Wesentlichkeit dieser Risikoarten beitragen. In unserem Risikomanagementsystem betrachten wir Nachhaltigkeitsrisiken als Teilfaktoren anderer Risikoarten, insbesondere von Markt-, Adress- und Reputationsrisiken.“

Die HANSAINVEST hat das Portfolio- und Asset Management für ihre Fonds im rechtlich zulässigen Umfang an verschiedene externe Portfolio- und Assetmanager ausgelagert. Den Portfoliomanagern steht bezüglich der Investitionsentscheidungen im Rahmen der Anlagebedingungen des jeweiligen Fonds ein Ermessen zu. Das gilt auch für Anlageempfehlungen der Asset Manager. Ob, wie und in welchem Umfang Nachhaltigkeitsrisiken dabei berücksichtigt werden, hängt wesentlich von der Anlagestrategie des einzelnen Fonds ab. Die HANSAINVEST nimmt darauf grundsätzlich keinen Einfluss. Allerdings prüft sie im Vorfeld einer Auslagerung oder Beauftragung und anschließend laufend, ob bei einem Geschäftspartner Nachhaltigkeitsrisiken in Form von Governance- oder Compliance-Mängeln vorliegen. Damit beugt sie insbesondere Reputationsrisiken vor, die eintreten könnten, falls die HANSAINVEST und/ oder einer ihrer Fonds mit fragwürdigen oder gar kriminellen Praktiken eines ihrer Partner in Verbindung gebracht würde. Sie fragt bei ihren (künftigen) Portfolio- und Assetmanagern ab, welche Verfahren diese zur Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten eingerichtet haben. Ferner ist die HANSAINVEST dafür verantwortlich, dass ihre Fonds einschließlich der Investitionsentscheidungen im geltenden gesetzlichen und vertraglichen Rahmen, insbesondere bezüglich der Berücksichtigung und Offenlegung von Nachhaltigkeitsrisiken, verwaltet werden.

Einbeziehung von Nachhaltigkeitsrisiken in die Vergütungspolitik

Gem. Art. 5 der Verordnung (EU) 2019/2088 muss die HANSAINVEST angeben, inwiefern die Vergütungspolitik mit der Einbeziehung von Nachhaltigkeitsrisiken in Einklang steht. Die Befassung mit, beziehungsweise die Verringerung von, Nachhaltigkeitsrisiken auf Unternehmensebene oder auf Ebene einzelner Fonds und Mandate wird im Rahmen des Vergütungssystems nicht gesondert berücksichtigt. Diese Aspekte können die Vergütungspolitik und -praxis lediglich als Teil der allgemeinen Risikostrategie, oder als Teil von individuellen Zielvereinbarungen mittelbar beeinflussen.

Keine Berücksichtigung von nachteiligen Nachhaltigkeitsauswirkungen

Unser Unternehmen berücksichtigt bei der Verwaltung von Vermögensanlagen derzeit noch nicht umfassend und systematisch etwaige nachteilige Auswirkungen von Investitionsentscheidungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren. Unter Nachhaltigkeitsfaktoren verstehen wir in diesem Zusammenhang Umwelt-, Sozial- und Arbeitnehmerbelange, die Achtung der Menschenrechte und die Bekämpfung von Korruption und Bestechung. Die gesetzlichen Anforderungen hierfür sind neu und sehr detailliert. Ihre sorgfältige Umsetzung verlangt von uns einen erheblichen Aufwand. Zudem liegen im Markt aktuell die maßgeblichen Daten, die zur Feststellung und Gewichtung herangezogen werden müssen, nicht in ausreichendem Umfang vor.