"Individualität steht im Fokus"

Ausgabe 3/2019Lesedauer: 3 Minuten

Seit 1. Juli 2019 ist Ludger Wibbeke neuer Geschäftsführer bei der HANSAINVEST. Er verantwortet bei der Service-KVG den Bereich Real Assets. Die Redaktion der HANSAWELT sprach mit ihm.

HANSAWELT: Herr Wibbeke, seit knapp drei Monaten sind Sie jetzt bei der HANSAINVEST. Wie war Ihr Start?

Ludger Wibbeke: Ich wurde sehr positiv aufgenommen. Viele meiner neuen Kollegen waren zuvor, im Rahmen meiner Tätigkeit bei Hauck & Aufhäuser, schon meine Ansprechpartner bei der HANSAINVEST. Die Fondspartner sind mir aus dieser Zeit, aufgrund der Tätigkeit der Verwahrstelle, zum Teil ebenfalls schon vertraut. Es war in jedem Fall der richtige Schritt und macht sehr viel Spaß.

HANSAWELT: Sie sprachen Ihre letzte Tätigkeit schon an – wo liegen die Unterschiede zu Ihrer neuen Aufgabe?

Wibbeke: Bisher war ich für sämtliche Real Assets-Fondsdienstleistungen in Deutschland und Luxemburg zuständig und habe diese bei Hauck & Aufhäuser auch zentral mit aufgebaut. Dazu zählten ein AIFM als Plattform, ein Zentralverwalter und zwei Verwahrstellen. Meine jetzigen Themen sind mir also sehr vertraut. Der wesentliche Unterschied liegt in der Tiefe und Breite der Aufgaben einer Service-KVG. Der AIFM beziehungsweise die Service-KVG ist, im Gegensatz zu einer Verwahrstelle, der zentrale Knotenpunkt einer Fondsstruktur – insbesondere weil sie Normadressat der Regulierung ist und dadurch zentral im Haftungsfokus steht.

HANSAWELT: Und wie nehmen Sie neue Aufgaben in Angriff?

Wibbeke: Grundsätzlich ist mir ein Umfeld wichtig, in dem ich meine Vorstellungen zur hohen Qualität unserer Dienstleistung mit tiefer Fachlichkeit im direkten Kundenverhältnis umsetzen kann. Mit Formalismus und langen Prozessen ohne konkreten Bezug zu einer konstruktiven Lösung tue ich mich sehr schwer. Meine persönliche Philosophie und Denke passt damit sehr gut zum Set-up der HANSAINVEST. Dieses Verständnis auch in Zukunft unseren zu gewährleisten, wird als Geschäftsführer auch meine Aufgabe sein.

HANSAWELT: Was bedeutet für Sie denn Service-KVG?

Wibbeke: Als Dienstleister übernehmen wir bei der Fondsauflage und Administration den Part entsprechend unserer Kernkompetenzen. Damit entlasten wir unsere Partner und sie können sich ganz auf ihre eigenen Kernkompetenzen fokussieren.

HANSAWELT: Und was macht die HANSAINVEST – neben ihrer 50-jährigen Erfahrung, der vollumfassenden KVG-Lizenz und der Rolle als One-Stop-Shop – noch besonders?

Wibbeke: Die HANSAINVEST und ihre handelnden Personen arbeiten extrem lösungsorientiert, die Zusammenarbeit mit den Kunden ist sehr partnerschaftlich und sehr konstruktiv sowie von Verlässlichkeit geprägt. Hinzu kommt mit der SIGNAL IDUNA eine große deutsche Versicherung als Gesellschafter, die für uns sehr prägend und vorteilhaft ist.

HANSAWELT: Kommen wir zu einem aktuellen Thema: Wie schätzen Sie das Thema Nachhaltigkeit für den Bereich Real Assets und hier insbesondere für den Immobiliensektor ein?

Wibbeke: Nachhaltigkeit ist für den Bereich Real Assets sehr wichtig. Mittelfristig erwarte ich, dass neu gebaute Immobilien diesen Anspruch erfüllen beziehungsweise erfüllen müssen – allein schon, um den Anforderungen der institutionellen Investoren gerecht zu werden. Schwieriger ist es dagegen bei Bestandsimmobilien. Spezialisierte Dienstleister können jedoch auch beispielsweise die Energienutzung optimieren; das Niveau eines Neubaus ist aber trotzdem nur schwer zu erreichen.

HANSAWELT: Welche weiteren Themen kommen kurz- und mittelfristig im Real-Assets-Bereich dazu?

Wibbeke: Neben dem Thema Nachhaltigkeit wird der technologische Umbruch ein zentrales Thema sein. Ich erwarte viele disruptive Aktivitäten, die unsere Fondswelt mittelfristig verändern werden. Mit Blick auf die digitale Entwicklung wird die Tokenisierung von Fondsanteilen für unsere Branche in nächster Zeit sehr wichtig werden. Im Rahmen der technischen Entwicklung spielt beispielsweise die Automatisierung eine wichtige Rolle – wobei wir sie nur dort einsetzen wollen, wo es unbedingt notwendig ist. Die individuelle Unterstützung des einzelnen Kunden muss weiter im Fokus stehen. Diese ist mir auch mit Blick auf unser anhaltendes Wachstum wichtig. Für unsere Partner muss immer das optimales Dienstleistungsniveau beibehalten werden. Dies gilt auch für unsere Tochtergesellschaft in Luxemburg, die wir mittelfristig weiter ausbauen wollen, ohne dabei an Qualität zu verlieren.